Entrohrung des Werniggrabens
Der 1972 im Westen Hainstadts verrohrte Werniggraben soll wieder ans Tageslicht. Der ehemals als „Stinkbach“ getaufte Bachlauf, der damals die Abwässer Froschhausens Richtung Main transportierte, die mittlerweile Richtung Kläranlage Eichwald gepumpt werden, hat inzwischen eine gute Wasserqualität und fließt jetzt über den Hellenbach bis nach Steinheim zum Main. Bereits 1987 haben Naturschutzverbände die Entfernung der Verrohrung zwischen Landesstraße 3416 und Ziegelei gefordert, konnten aber Hainburgs Parlamentarier nicht zum Handeln bewegen.
Wie diese Entrohrung und eine Renaturierung des verrohrten Abschnitts zukünftig aussehen soll, möchten Hainburgs Grüne durch einen Planungsauftrag in Bewegung bringen. Die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinien soll dazu beitragen, Gewässer in einen guten und naturnahen Zustand zu versetzen. Bei den beiden Hainburger Bachläufen, dem Bachgraben (Pechgraben) und dem Werniggraben sind bei der Zustandsbeschreibung Mängeln aufgelistet, die es zu beheben gilt. Die gravierendste Beeinträchtigung stellt die Verrohrung des Werniggrabens dar. Durch den Bebauungsplan „Gewerbegebiet Hainstadt“ könnte der Bachlauf neu festgelegt an anderer Stelle zukünftig fließen. Der vorgeschlagene Planungsauftrag soll helfen, die beste Möglichkeit zu finden und auch eine Zuschussbeantragung zu ermöglichen.